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Die M-Reviews Year End Awards 2019

Geschrieben von General M.


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                                                Verliehen und verfasst von General M 

Ein herzliches Willkommen zu den zweiten M-Reviews Year End Awards. Auch in diesem Jahr möchten wir zurückblicken auf die besten Veröffentlichungen in den Bereichen Gaming und Heimkino. Dabei blicken wir allerdings nicht nur auf ein Jahr voller spannender Titel zurück, sondern "prämieren" wie immer auch in beiden Bereichen die größten Enttäuschungen und Skandale der Branche. 

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Da es im letzten Jahr bei der ersten Preisverleihung doch etwas unübersichtlich zugegangen ist, haben wir uns in diesem Jahr für ein etwas kompakteres Format entschieden. Es gibt weniger Kategorien, außerdem verleihen wir die Preise sofort und mit ausführlicher Begründung. Legen wir los!

                                 
                                     Heimkino


Heimkino

2019 war ein extrem starkes Jahr für den Heimkinomarkt. Gerade im UHD- und Blu-Ray - Segment durften wir uns über viele qualitativ hochwertige Veröffentlichungen freuen. Unter den zahlreichen Testberichten des Jahres haben wir nach gründlicher Überlegung einige preisverdächtige Kandidaten herausgepickt. Entscheidend ist dabei die Gesamtkombination von Bild- und Tonqualität sowie einer überzeugenden Ausstattung mit Bonusmaterial. Und gerade dieser Anspruch hat uns ordentlich Kopfzerbrechen bereitet. So viele Veröffentlichungen überzeugen beim Bild, enttäuschen aber beim Ton. Manchmal ist der Ton überragend, dafür macht das Bild Probleme. Stimmt dagegen beides, mangelt es nicht selten an guten Extras. Ein ganz heißer Kandidat für den Award war zunächst Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen. Bild- und Tonqualität sind top, auch die Extras sind nicht schlecht, dafür werden hiesige Konsumenten aber um einen deutschsprachigen Extended Cut geprellt. Avengers: Endgame? Disney schickt mit Avengers: Endgame, Der König der Löwen und Co. ebenfalls einige gute Kandidaten ins Rennen, scheitert aber durchgehend daran, konsequent auf komprimierte deutsche Tonspuren zu setzen, denen es zu oft an Kraft und Dynamik mangelt.

              Der M-Reviews Award für die beste Heimkinoveröffentlichung 2019 geht an...

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                                          Apocalypse Now: Final Cut (STUDIOCANAL)


Zur Begründung: Zwar bleibt das neue Color Grading gewöhnungsbedürftig, auf der anderen Seite dagegen hat STUDIOCANAL in die lange erwartete Veröffentlichung des Final Cut so ziemlich alles investiert, was Fan- und Sammlerherzen höher schlagen lässt. Verteilt auf 2 UHD´s und 4 Blu-Ray´s beinhaltet das schmucke Steelbook alle drei Fassungen des Films in komplett neu gemasterter Form für beide Formate, enthält von der Kinosynchronisation bis zur Neuvertonung sämtliche Sprachfassungen und legt außerdem noch über 10 Stunden Extras obendrauf. Das überraschend erschwingliche Ergebnis hat uns in sämtlichen Aspekten überzeugt, zumal das Upgrade auf Dolby Atmos den Film im Final Cut auf ganz neue Ebenen hebt. Für so ein fantastisches Gesamtergebnis ohne offene Wünsche ist der Award mehr als verdient. 

Weitere nennenswerte Kandidaten: Scarface: Gold Edition, Godzilla II: King of Monsters

LABEL

Die beste Veröffentlichung des Jahres im Portfolio zu haben, muss nicht zwangsläufig auch bedeuten, dass der Preis für das beste Label automatisch gesichert ist - umgekehrt gilt natürlich dasselbe. Diesen Award durfte sich im letzten Jahr mit klarem Abstand STUDIOCANAL abholen. Das Berliner Label wusste mit konstant hochwertigen Veröffentlichungen zu punkten und legte darüber hinaus unter anderem mit der aufwendigen Neuabtastung der Rambo - Trilogie einige sensationelle Remaster liebgewonnener Klassiker vor. In diesem Jahr war die Wahl schon etwas schwieriger, denn die Konkurrenz hat nahezu über die gesamte Bandbreite ordentlich zugelegt und ebenfalls eine Menge vorbildlicher Heimkinoreleases auf den deutschsprachigen Markt geworden. Im Gesamtbild ergibt sich aber angesichts vieler neuer gelungener 4K - Abtastungen und weiterhin durchgehend starker Releases aktueller Kinofilme eine klare Titelverteidigung. 

                                     Der M-Reviews Award für das beste Label geht an...

                             Studiocanal Logo

Zur Begründung:
Was man dem Label hoch anrechnen muss ist, dass neben der konsequenten Auswertung weiterer Klassiker (z.B. Red Heat, Wenn die Gondeln Trauer tragen und nicht zuletzt natürlich der Final Cut zu Apocalypse Now) in 4K auch aktuelle Veröffentlichungen in stetig guter Qualität auf UHD und Blu-Ray veröffentlicht werden. In Sachen Bild und Ton gab es nicht eine große Enttäuschung, lediglich bei den Extras zeigt sich der Major immer mal wieder etwas knausrig. Das machen andere aber auch. 

Weitere Kandidaten: Universal Pictures, Sony Pictures Entertainment

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2018 war besonders für das noch junge UHD-Segment ein eher schwaches Jahr, zumindest gemessen am deutschsprachigen Markt. Dafür verantwortlich zeigten sich vor allem die jeweiligen Label, welche den hochpreisigen Veröffentlichungen oftmals und nur mit ganz wenigen Ausnahmen lediglich mit mittelprächtiger Ausstattung versehen haben, dafür aber trotzdem voll abkassieren wollten. Dass man es neuen Formaten dadurch extrem erschwert, sich zu etablieren, zeigt sich daran, dass auch 2019 immer noch weit mehr DVD´s und Blu-Ray´s über die Ladentheken gegangen sind als UHD´s. Die Gründe darf man aber nicht nur bei den verantwortlichen Labeln suchen, sondern auch beim Konsumenten - der achtet beim Filmkauf nämlich immer noch mehr auf einen möglichst günstigen Preis, statt auf Qualität. Außerdem sind HDTV´s oder gar 4K - Geräte hierzulande immer noch nicht regulärer Standard. Viele weigern sich zudem bereits, für reguläres Fernsehen in HD Geld zu bezahlen, weshalb es der passende Heimkinomarkt besonders schwer hat. Und Streaming ist im Endeffekt immer noch eine billigere Alternative als die Anschaffung von einzelnen Filmen auf Disc. Statt aber mit optimaler Qualität und Ausstattung die Attraktivität der Heimkinoformate zu bewerben, passt man sich lieber Negativtrends an und schmeißt lieber halbgare Veröffentlichungen auf den Markt. Besonders Paramount hat sich dadurch im letzten Jahr ausgezeichnet, Blu-Ray´s und UHD nur mit uralten Tonformaten aus der DVD-Ära auszuliefern. Wirkliche Qualität fand man oft nur beim englischen Originalton. 

                                     Der M-Revies Negativaward im Heimkino geht an...

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Zur Begründung: Leider muss sich Paramount auch in diesem Jahr wieder den Negativaward im Heimkinosegment abholen. Zwar hat man stellenweise für Besserung gesorgt und zumindest den ein oder anderen neuen Titel mit zeitgemäßem deutschen Ton versehen, am Ende überwiegt aber die chronische Inkonsequenz wenn es darum geht, ALLE Veröffentlichungen so auszustatten. Stattdessen weiß man beim Label weiterhin nie so genau, worauf man sich gefasst machen kann. Da kommt der eine Film mit exzellentem Dolby Atmos (z.B. Bumblebee) um die Ecke, danach folgt wieder über lange Zeit nur veralteter Dolby Digital 5.1 - Sound. Was mich aber besonders dazu erwogen hat, dem Major auch dieses Jahr wieder den Schwarzen Peter zuzuschieben, ist die zuletzt so enttäuschend ausgefallene Veröffentlichung des Ultimate Cut zu Watchmen: Die Wächter. Zehn Jahre mussten Fans darauf warten, endlich das komplette Erlebnis in deutscher Sprache genießen zu können, nur um dann enttäuschend festzustellen, dass Paramount ausschließlich bei der deutschsprachigen Version nachträglich am Color Grading geschraubt hat - mit furchtbaren Ergebnissen. So muss man für die bestmögliche Qualität auch weiterhin zum Import greifen. 

                                         
                                     Gaming

Sound

Neben guter Grafik und einer erinnerungswürdigen Story wird Immersion in Videospielen auch durch eine eindrucksvolle Soundkulisse maßgeblich vorangetrieben. Ob satte Motorensounds in Rennspielen, wuchtige Waffensounds in Shootern oder einfach nur ein packender Score samt professioneller Synchronisation, ohne guten Sound geht es einfach nicht. Das Spielejahr 2019 zeichnet sich diesbezüglich glücklicherweise durch eine Menge hervorragender Veröffentlichungen, auch weil den jeweiligen Studios die Bedeutung einer immersiven Klangkulisse längst klargeworden ist. Und genau die möchten wir auch in diesem Jahr wieder mit einem eigenen Award ehren. Kandidaten gab es mehr als genug. Zu den engeren Favoriten gesellen sich nach eifriger Überlegung beispielsweise Days Gone und der Überraschungshit Star Wars Jedi: Fallen Order, aber auch das Remake von Resident Evil 2 wusste mit schaurig-stimmiger Audioatmosphäre zu überzeugen. Am Ende ging der Preis aber dann doch ins ferne Japan.

                                  Der M-Reviews Award für den besten Sound geht an...

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                                              Death Stranding (Kojima Productions)

Zur Begründung: 
Für die einen ist es ein langweiliger Laufsimulator, für andere eine der außergewöhnlichsten Spielerfahrung des Jahrzehnts. Death Stranding hat Kritiker und Gamer mehr gespalten als jedes andere Spiel der letzten Dekade. Wenn man aber erstmal die Botschaft des Spiels verstanden hat, wird dessen Brillanz mehr als deutlich - auch, wenn der wahre Wert des ambitionierten Titels wohl erst in einigen Jahren die ihm angemessene Bedeutung erfahren wird. Nicht streiten lässt sich dafür darüber, mit welcher Hingabe Death Stranding beim Audiodesign punktet. Egal in welcher Sprache, die Sprecher passen einfach nur wie die Faust auf´s Auge und tragen ihre jeweiligen Rollen eindrucksvoll durch das dialoglastige Geschehen. Dazu gesellt sich ein nahezu perfekt auf die Spielwelt und deren jeweilige Situationen abgestimmter Soundtrack samt passender Geräuschkulisse. 

Weitere Kandidaten: Days Gone, Star Wars Jedi: Fallen Order, Resident Evil 2

GRAFIK

Obwohl die nächste Konsolengeneration und damit der nächste Sprung in Richtung fotorealistischer Grafik nur noch ein Jahr entfernt ist, hat die Current Generation in diesem Jahr nochmal ordentlich die Muskeln spielen lassen. Red Dead Redemption II, im letzten Jahr DER große Abräumer bei den Awards, zwingt nunmehr auf dem PC selbst die gegenwärtig stärkste Hardware in die Knie, belohnt dafür aber einmal mehr mit eindrucksvoller Schönheit. Trotzdem wäre es unfair, das Spiel erneut ins Rennen zu schicken, weshalb wir unseren Fokus ausschließlich auf komplette Neuerscheinungen gelegt haben. Und selbst da wurde teilweise im visuellen Bereich ordentlich geprotzt. Control beispielsweise wusste auch abseits von Raytracing auf dem PC mit genialen Physikeffekten, einer stimmigen Lichtkulisse und nicht zuletzt eindrucksvoller Umgebungszerstörung zu punkten, während Gears 5 die Unreal Engine 4 zu neuen Höhen führte und momentan wohl den schönsten Titel auf der XBOX One darstellt. Besonders begeistert hat mich dieses Jahr dann aber ein ganz anderer Titel.

                                      Der M-Reviews Award für die Beste Grafik geht an...
 
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                                                          Resident Evil 2 (CAPCOM)

Zur Begründung:
Die Entscheidung ist alles andere als einfach gewesen und sicher nicht ohne Kontroversen getroffen worden. Und trotzdem glaube ich, dass der Award für die Beste Grafik 2019 beim Remake von Resident Evil 2 sehr gut aufgehoben ist. Mit der hauseigenen RE-Engine hat CAPCOM ein unglaublich potentes Grafikgerüst erschaffen, welches in diesem besonderen Fall nicht nur durch eine außergewöhnliche Animationsqualität besticht, sondern durch fotorealistische Beleuchtungs- und Partikeleffekte im Gesamtwerk für eine atmosphärisch derart dichte und düstere Kulisse sorgt, dass die Angst vor der nächsten Ecke selbst für Kenner des Originals zum ständigen Begleiter wird. Was außerdem maßgeblich für die Verleihung war, ist die hervorragende Optimierung für sämtliche Plattformen. Gerade auf dem PC und den erweiterten Konsolenmodellen kitzelt das Spiel sämtliche vorhandene Leistung aus der jeweiligen Hardware heraus. Sehr viel besser kann man es nun wirklich nicht machen. 

Weitere Kandidaten: Gears 5, Control, Star Wars Jedi: Fallen Order

BESTE STORY

Die beste Grafik ist nichts wert, wenn sich dahinter kaum mehr befindet als gähnende Leere. Eine gute Story mit glaubwürdigen Charakteren und vielen Twists stellt deswegen das Salz in Suppe dar. Wir wollen mitfiebern. Helden leidenschaftlich unterstützen und Schurken abgrundtief hassen können. Beim Abspann darüber schimpfen, dass das Abenteuer schon vorbei ist. Und am liebsten gleich nochmal komplett von vorne beginnen. All das geht nicht ohne Story. Von denen gab es in diesem Jahr zum Glück mehr als reichlich. Die große Überraschung: Oftmals ist es kleineren Entwicklerstudios gelungen, mit ihrer irrsinnigen Liebe zum Detail bessere Geschichten anzubieten als die großen Studios im Rahmen ihrer AAA-Titel. Star Wars Jedi: Fallen Order hat zwar eine Menge Spaß gemacht, endete aber viel zu offen und konnte auch dem Hauptcharakter nicht die nötige Substanz verleihen. Gears 5 bietet gute Charaktere, macht aber insgesamt zu wenig daraus. Und selbst Death Stranding konnte es diesbezüglich nicht mit dem überraschenden Gewinner aufnehmen. 

                                    Der M-Reviews Award für die Beste Story geht an...

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                                                            Disco Elysium (ZA/UM)

Zur Begründung: Disco was...? Richtig gehört, liebe Leser. Der Preis für die Beste Story des Jahres geht an das kleine, estländische Entwicklerstudio ZA/UM und deren absoluten Rollenspiel-Geheimtipp Disco Elysium. Fantastische Dialoge, vielschichtige Charaktere und eine spannende Story rund um einen bizarren Mordfall vor der Kulisse einer detailverliebten, facettenreichen Welt, all das wird hier geboten. Alles ist bis in den kleinsten Winkel durchdacht worden. Damit wurden nicht nur sämtliche Erwartungen an eine gute Story erfüllt, sondern oftmals auch noch übertroffen. Fakt ist, Disco Elysium legt die Messlatte für zukünftige Rollenspiele und Handlungen in Videospielen allgemein auf eine neue Messlatte, an der sich sämtliche relevanten Genres zukünftig messen müssen. Das ist umso mehr eindrucksvoll, da das Spiel gleichzeitig die erste Veröffentlichung des Studios darstellt. Die letzte dafür aber mit Sicherheit nicht. 

Weitere Kandidaten: Life is Strange 2, Trüberbrook

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Scheinbar vergeht kein Jahr mehr, in dem die Videospielbranche nicht mit handfesten Skandalen zu kämpfen hat. 2019 stand besonders die Kontroverse um immer gierigere Praktiken bei Lootboxen und Co. im Mittelpunkt des Geschehen, dieses Jahr wurde es dagegen gar politisch. Blizzard´s Entscheidung, einen Turnierspieler wegen dessen öffentlich zum Ausdruck gebrachter Unterstützung für die demonstrierenden Bürger in Hong Kong mit einer massiven Sperre und Preisgeldentzug zu belegen, stieg auf immenses Unverständnis und sorgte für einen gewaltigen Aufschrei in der Szene. Der Vorwurf, Blizzard würde aus finanziellen Gründen vor der chinesischen Opression einkicken, steht auch Monate später immer noch im Raum und dürfte für einen langanhaltenden Imageschaden gesorgt haben. Aber auch Altbekanntes kann die Masse erregen. Nintendo beispielsweise sorgte mit der Ankündigung für Aufsehen, einen eigenen Mario Kart - Ableger für Mobilgeräte veröffentlichen zu wollen. Das Ergebnis entpuppte sich als Groschengrab mit schlechter Steuerung und ganz ohne kompetive Mehrspielerfunktion. Bethesda dagegen brachte für das immer noch unfertige Fallout 76 gar einen Bezahlservice an den Start. Unser Aufreger des Jahres findet sich dann aber letztendlich ganz woanders.

                       Der M-Reviews Negativaward in der Kategorie Gaming geht an...

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Zur Begründung: 
Kein anderer Publisher ist in den letzten Jahren in der Gunst der Spieler so sehr abgestürzt wie 2K. Nicht aufgrund durchgehend mieser Spiele, sondern aufgrund der Tatsache, dass der traditionsreiche Vertrieb in Zeiten, wo selbst die Vorreiter von Mikrotransaktionen, Pay-2-Win und Co. einsehen, dass die Spielerschaft und Presse zu viel Gier mit verlustreichem Boykott immer konsequenter abstraft. 2K dagegen macht diesbezüglich nicht nur völlig unbekümmert weiter, sondern hat mit Glücksspielmechaniken, Echtgeldzwang und schlichtweg allem, was in der Branche falsch läuft dieses Jahr mit NBA 2K20 endgültig den Vogel abgeschossen. Gleichzeitig ist mit WWE 2K20 ein Desaster von Wrestlingspiel veröffentlicht worden, wie es in dieser Form bisher noch kein zweites gegeben hat. Unzählige gravierende Fehler, eine völlig veraltete Technik und insgesamt massive Rückschritte im Vergleich zu den ebenfalls nicht mehr zeitgemäßen Vorgängern wurden so lange wie nur möglich unter den Teppich gekehrt und offenbarten sich dank Rezensionsembargos und kaum vorab gezeigtem Material erst, nachdem ahnungslose Käufer bereits den Vollpreis auf die Ladentheke gelegt haben. Trotz Patches ist es extrem unwahrscheinlich, dass das Spiel jemals in einen zufriedenstellenden Zustand gehievt werden kann. 

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Den Abschluss der diesjährigen M-Reviews Awards stellt einmal mehr die schwierige Wahl zum Spiel des Jahres dar. Die Entscheidung ist auch hier alles andere als leicht gewesen, denn gute Spiele im hohen Wertungsbereich hatten wir 2019 mehr als genug im Portfolio. The Legend of Zelda: Link´s Awakening beispielsweise kehrte mit einem fulminanten Remake zurück auf die Nintendo Switch. Sekiro: Shadows Die Twice sorgte wieder für reihenweise zerstörte Controller und Metro: Exodus schickte seine Spieler zurück in die Endzeit. Die üblichen Verdächtigen wie Control, Resident Evil 2 und Gears 5 sind hier ebenfalls zu nennen. Auch Death Stranding, Devil May Cry 5, Star Wars Jedi: Fallen Order und The Outer Worlds kämpfen um den Titel "Bestes Spiel des Jahres". Gewinnen kann ihn aber wie immer nur einer.

                          Der M-Reviews Award für das Beste Spiel des Jahres geht an...

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                                                         (Resident Evil 2, CAPCOM)

Zur Begründung: Auch darüber werden sich wieder die Geister scheiden. Für mich stellt das Remake zu Resident Evil II aber in vierlerlei Hinsicht das Beste Spiel des Jahres dar. Nicht nur, dass alleine technisch eindrucksvoll gezeigt wird, dass ein Remake nicht nur besser aussieht und besser spielbarer ist als das jeweilige Original je sein konnte, auch der inhaltliche Kern ist erhalten geblieben. Mehr noch gelingt es hier aber, das ursprüngliche Spielgefühl durch kluge Ideen an nahezu jeder Ecke zu verfeinern, zu verbessern und einen der besten wie beliebtesten Titel einer ganzen Generation schnurstracks zu einem der besten und beliebtesten Titel einer komplett anderen Generation zu verwandeln. Und wenn das nicht den Award zum Besten Spiel des Jahres verdient, weiß ich es auch nicht. Für April ist übrigens Resident Evil 3: Nemesis als Remake angekündigt worden. Wir dürfen uns also einmal mehr auf ein brillantes, hochatmosphärisches Horrorspektakel freuen. 

Und das war es auch schon für dieses Jahr. Wir möchten all unseren Lesern für ihre ungebrochene Treue danken und freuen uns auf ein spannendes 2020 mit hoffentlich vielen neuen tollen Titeln und selbstverständlich den dazugehörigen, knallharten Testberichten. 

Die hier veröffentlichte Meinung stellt lediglich die Meinung des Autors dar und muss nicht zwangsläufig auch die von Wrestling-Point.de, M-Reviews und allen unterstehenden Mitarbeitern sein.
   
                                                 ©2019 Wrestling-Point.de/M-Reviews      

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